Bunkerblogger

Burgenblogger? Papperlapapp. Bunkerblogger gilt jetzt. Die MitarbeiterInnen der Dokumentationsstätte Regierungsbunker haben im Büro zwar keinen Mobilfunkempfang, dafür aber ein halbwegs funktionierendes Wifi. Da ich als aber gerade nur ca. zehn Minuten Zeit habe bis zu meiner nächsten Führung, muss ich mich etwas sputen. Bis jetzt habe ich bereits zwei großen Menschengruppen die Reste des einst gigantischen Denkmals des Kalten Krieges von innen gezeigt, gleich kommt dann Gruppe Nummer drei. Das wird gleichzeitig auch die letzte Tour für heute sein, danach geht es für mich wieder zurück nach Bonn. Ein schöner Nebenjob eigentlich, man lernt ständig neue Menschen kennen und kommt gleichzeitig nie dazu, auf seinem Wissensstand stehen zu bleiben.

Publikumstechnisch läuft es derzeit allerdings etwas seltsam. Möglicherweise erklären das die zahlreichen Weinfeste an der Ahr (heute in Dernau): Manche Gäste kommen in diesen Tagen regelrecht betrunken hier oben an, anderen schaut man schon vor der Führung beim Trinken vor dem Museumseingang zu und wundert sich dann auch nicht, wenn die Hälfte der Gruppe nach 30 Minuten zur Toilette muss.

Die Führung dauert 90 Minuten und es gibt innen keine Klos.

Aber auch die Weinfestzeit wird bald ein Ende finden. Und somit werden dann auch wieder vermehrt normale nüchterne Menschen ihren Weg zu unserem kleinen, aber feinen Museum finden… ich bin da guter Dinge.

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