Notiz: Verrückter Sommer

Sommerferien, erste Woche: Check. Und es zeichnet sich immer deutlicher ab: Unter Umständen wird mein Sommer 2016 genauso bescheuert, durchgeknallt und grenzwertig verrückt wie der letzte. Einige Anzeichen sprechen deutlich dafür. Eigentlich alle. Positiv wie negativ – es ist noch alles drin. Reinschnuppern in andere Bereiche, emotionales Achterbahn fahren, Konzerte, Albumaufnahmen, Kilometer fressen in Schottland und England, das zweite Staatsexamen an der Backe, endlich ein neues Tool-Album. Es fühlt sich alles nach Wahnsinn an. Und das nicht nur, weil das Wetter verrückt spielt. Oder um uns alle herum die Welt in Flammen steht. (Was ist eigentlich mit dieser Welt los?)

In der Zwischenzeit möchte ich das nicht existente Sommerloch mit einem Musiktipp überspannen. Kennt jemand Thrice? Ja? Gut. Nein? Hier. Sie sind sehr gut. Rockmusik aus der Kategorie nicht kategorisierbar. Nachdenklich, laut, melancholisch, heftig.

Aus Versehen im Trend: Metalshirts jetzt „in“

Hoppla. Was geht denn jetzt ab… der alt-ehrwürdige Metal Hammer erklärt, dass Metalshirts für diesen Sommer kraft diverser Mode-Mags zum Trend erklärt würden. Dabei nimmt man auf die Modeseite Harper’s Bazaar Bezug, die jetzt nicht wirklich eine Referenz in Sachen Subkultur ist, aber den Look wohl gerade cool findet. Auch die deutsche GQ schließt sich dem an und empfiehlt uns auch direkt passende Kombinationen – darunter ein Karohemd und eine lochfreie (!) schwarze Hose. Das ist das Gruselige an Trends – plötzlich findet sich der/die kleine, ziemlich vom Mainstream angenervte MetallerIn selbst mitten im absoluten Mainstream. Aus Versehen trendy. Mir kanns ja relativ egal sein, ich trage kaum noch öffentlich Bandshirts (was mehr der Tatsache geschuldet ist, dass meine Shirts teilweise sehr alt sind und nur noch zu besonderen Anlässen aus dem Schrank geholt werden, als dass ich sie blöde fände).

Andere hingegen werden sich in diesem Sommer vermutlich wundern. Denn Shirts oder Batches mit klaren musikalischen Ansagen dienen dem bewanderten Subkultur-Connaisseur seit tausenden von Jahren zum Erkennen gleichgesinnter und geschmacklich ästhetischer Menschen. Was unter jenen Gleichgesinnten nicht selten zu interessanten Gesprächen und neuen, netten Bekanntschaften führt. Nicht zuletzt ging mir das auch schon öfter so – man hat einfach sofort ein Gesprächsthema, fremde Leute sind per Definition nicht mehr komplett fremd, wenn sie dieselbe Lieblingsband haben wie man selbst. Und nun… nun stelle ich mir die Gesichter der Modehipster in Metalshirts vor, die keinen blassen Schimmer von der Musik haben und dann von richtigen Metalfans kumpelig angequatscht werden.

Grundsätzlich ist die Metalszene ja gottlob sehr offen – man muss nicht alle Alben von Slayer auswendig kennen und auf Gitarre und Schlagzeug rauf und runter spielen können, um dazuzugehören. (Ich mag Slayer zum Beispiel überhaupt nicht, Asche auf mein Haupt.) Aber so ein bisschen Bezug zur Musik sollte man dann schon haben, ein Bandshirt als reines Accessoire kann ich mir nur schwer vorstellen. Ein Glück, dass diesem Trend nur die Halbwertszeit eines Sommers prophezeit wird. (Oder sollte ich mit meiner Band schon mal, rein präventiv, versteht sich, massenhaft Shirts in Druck geben, damit wir im Sommer das Geschäft unseres Lebens machen können?)

Und überhaupt: Wie stehen eigentlich die Bonner ModebloggerInnen so dazu? Bitte benachrichtigt mich doch, falls das Thema dort irgendwo aufgegriffen wird. Nur so aus Interesse ;-)

Irgendwie nicht gestrandet: Gojira

Gojira. Hat auch was mit Godzilla zu tun. Ist, um es genau zu sagen, der japanische (Original-) Name für die berühmteste radioaktive Echse des kontemporären SciFi-Geschehens. Aber dieser vergleichsweise kurze Beitrag ist nicht dazu angelegt, um Echsen zu diskutieren. Sondern Musik. Gute Musik. Ehrlich, harte, bittere, authentisch aus jeder Pore herausgeschwitzte, der eigenen Emotion viel abverlangende Musik. Musik, die mir schon mal Gänsehaut bereitet. Die Band nennt sich wie die erwähnte Echse, Gojira, irgendwie französisch ausgesprochen, [Go⁠ʒ⁠irá], oder so; jedenfalls sind die vier Franzosen in der Lage, mit ihrem Sound mein Gehirn und das, was ich mir als Herz einbilde, in nicht unerheblichem Maße in Schwingung zu versetzen. Das schon recht lange, ich lernte sie einst, im Jahr 2007, als Vorband der legendären In Flames im Kölner Palladium kennen. Als schlecht für die ruhmreiche Hauptband stellte sich bei besagtem Konzert allerdings heraus, dass diese nach dem phänomenalen Abriss ihrer Einheizer nur noch einen eher farblosen Eindruck hinterließ. Im Metal jetzt auch kein Drama, nur liebe ich seitdem eben diese Franzosen, im Grunde viel mehr als die Schweden; Gojira, diese irren Öko-Aktivisten mit ihren starken Texten. Und diese Liebe kommt nicht allein dadurch, weil sie durch letztere schon fast eine Alleinstellung im Genre innehaben. Gojira waren mein Einstieg in das gesamte Progressive-Œu­v­re, sie öffneten mir die Tür zu einer Musik, zu der ich bis heute regelmäßig zurückkehre. Oder besser gesagt, die, wie in diesem Fall, zu mir zurückkehrt. Denn man hat seitens der Echsenmenschen ein neues Album aufgenommen – erschienen ist noch nicht, gleichwohl gibt es nun die erste Single auf die Ohren. Meine Helden aus dem Jahr 2007, wegen derer ich heute an diesen verschwitzten Abend zurückdenke, sind wieder da. Und sie sind ganz stark. Der Titel Stranded vermag nicht nur zu beeindrucken, er jagt Gänsehaut ein. Das Stichwort heißt Authentizität, den Jungs nimmt man einfach jede Regung ihrer durch die Musik transzendierenden Wut ab. Alles, was hier in puncto Gefühl, Emotion, Herz und Empfindsamkeit (ja!) transportiert wird, hämmern die Gitarrenwände konsequent und direkt auf den Nervus vestibulocochlearis. Mit dem Presslufthammer. Kein Wunder, dass das gesamte zentrale Nervensystem mitschwingt. Gänsehaut – wenn man dieses Stück richtig laut hört. Was konsequent empfohlen wird und vor der zu erwartenden Gema-Sperre dringend getan werden sollte.

Rap + Metal = Grütze? Weit gefehlt.

Manche Musikrichtungen passen einfach nicht zusammen. Zum Beispiel käme niemand auf die Idee, Freejazz mit Techno und Volksmusik zu kreuzen (oder doch?). Das würde schließlich alle völlig verwirren und Volksmusikfans sowieso überfordern. Beim Thema Metal sieht das nicht viel anders aus.

Und so verwundert es kaum, dass es auch und gerade unter den konservativen Metalfans (ja, die – gefühlt – zwar weltoffen, aber eben doch sehr traditionsbewusst sind) häufig zu Widerständen gegen Innovationen in der eigenen Musikrichtung kam. Und auch immer noch kommt: Das berühmteste Beispiel dafür dürften mithin die bekannten 90er/2000er Bands der großen Crossover-Welle sein, die damals von Bands wie Faith No More und Rage Against The Machine losgetreten und wenig später von Korn, Limp Bizkit, Linkin Park und anderen in den Metal getragen wurde. Man findet selbst heute auf den richtigen Metalkonzerten kaum jemanden, der sich für diese Musik begeistern kann. Das Problem nennt sich Rap. Aus irgendwelchen Gründen kann und möchte der gemeine Metalfan sich nicht mit diesem Gesangsstil in der harten Gitarrenmusik identifizieren.

Vielleicht, weil hart und hart einfach nicht passen. So wie minus minus plus ergibt.

Vielleicht, weil man früher – während der traumatischen Schulzeit – von der Hiphop-Fraktion gehänselt und kopfüber ins Klo getaucht wurde.

Vielleicht, weil man eben einfach konservativ ist und nur das gut finden kann, an das man sich in einem jahrelangen Prozess gewöhnt hat.

Vielleicht auch nur weil darum. Weil Rap nicht zur Szene gehört und ein Kutte tragender Rap-Hörer irgendwie scheiße aussieht.

Man weiß es nicht. Tatsache ist aber nun einmal, dass es trotzdem immer wieder Bands gibt, die genau diese beiden Stile kreuzen und damit mehr oder weniger untrue sind. Zumindest aus Sicht der mit verschränkten Armen rumstehenden, ziemlich grim dreinblickenden Metal-Community, die schon in den 90ern die großartigen, brillant textenden Such A Surge blöde fand (die unter anderem deswegen heute niemand mehr kennt):

Und nun gibt es ein paar neue Entwicklungen, vielleicht schickt sich gar eine dritte Crossover-Welle an, die Festival- und Clubbühnen zu erobern. Die Rede ist von einer völlig neuartigen Kreuzung aus Metal und Rap. Als Ausgangsbasis beim Metal dient hier eine der neuesten Entwicklungen, das Subgenre mit der seltsamen Bezeichnung Djent. Auszeichnend für diesen Stil sind deutlich tiefergestimmte Gitarren, deren Tonlage teilweise eine ganze Oktave unterhalb der Standard-Stimmung liegt und zumeist mit sieben oder acht Saiten erreicht wird. Das macht natürlich viel Bumms und groovt ohne Ende, Beispiele finden sich dafür im Sound von Meshuggah und Vildhjarta, wer es melodischer mag, sollte sich Tesseract und Textures geben.

Und eben genau dieser knackige, sehr solo-arme, aber stark rhythmusbetonte Sound wird von einigen nun mit dem ebenfalls rhythmusbetonten Rap gekreuzt. Wie in den 90ern, nur tiefer. Und grooviger. Böser. Den Archetypus dieser Entwicklung stellen Hacktivist aus Großbritannien dar. Die im Jahr 2012 gegründete Band glänzt mit deutlich an Rage Against The Machine angelehnten Texten und schiebt auf ihrer aktuellen Europa-Tour einfach alles weg. Just gestern sah ich die fünf im Kölner Luxor – einem kleineren Club der 400-Leute-Klasse (?), wo niemand still stehen bleiben konnte. Es war einfach viel zu gut. Tiefe Stimmung, Rhythmik und ekstatischer Publikumskontakt transportieren eine Wahnsinnsenergie, die sich in der knappen Stunde Spielzeit kaum abbauen ließ. Eine absolute Wucht. Ich persönlich halte das Konzert sogar für einen heißen Kandidaten für den ersten Platz auf meiner Jahres-Bestenliste. Wer also grundsätzlich offen gegenüber Rappern im progressiven Gitarren-Genre ist, sollte sich die Jungs mal anhören. Ihr bester Song ist meine Ansicht nach dieser hier, aber das bleibt letzten Endes Geschmacksfrage:

In eine ganz ähnliche Kerbe schlagen die Australier DVSR. Auch sie kombinieren Rap mit dem neuesten Metal-Stil, etwas runder und zugänglicher als Hacktivist, dafür aber auch konsequenter und völlig ohne cleane Gesangspassagen, die bei den Briten manchmal auch nur nach Metalcore klingen. Beide Bands haben gerade ihre Debüt-Alben veröffentlicht, Outside The Box (Hacktivist) und D.V.S.R., woraus man sich eigentlich alles gut anhören kann. Beide Alben sind richtig gut, das Debüt von DVSR gefällt mir dann auch nur ein kleines bisschen besser. Leider wird man die Band aufgrund ihrer relativ weit entfernten Herkunft in nächster Zeit wohl nicht auf europäischen Bühnen sehen, weshalb hier erst einmal ein Musikvideo-Vorschlag reichen muss  – den man sich aber dafür prima öfter reinziehen kann, oder man kauft sich das Album:

Sivert Høyem – Musik zum Welt weg träumen

Ein bisschen Musik muss auch einmal wieder sein. Denn heute morgen wurde ich bei der morgendlichen Smartphone-Lektüre auf Twitter auf diesen Beitrag bei Betreutes Proggen aufmerksam. Und ich freute mich, dass ein Bonner Blog einen Musiker vorstellt, dessen Werk ich schon ziemlich lange verfolge. Wobei man einschränken muss, dass es bei dem vorgestellten Künstler eigentlich gar nicht um Prog oder Progressive geht – denn Sivert Høyem, Ex-Sänger von Madrugada, einer begnadeten, leider nicht mehr existierenden Indie-Band aus Norwegen (ja, man kann über norwegische Musik reden, ohne von Black Metal zu sprechen), schließt mit seinem Soloprojekt im Prinzip an Madrugada an. Also solide Rockmusik mit klaren, einfachen Song-Strukturen – auch wenn die Stücke schon mal was länger sein können. Und obgleich seine Alben gefühlt eine Spur ruhiger und verträumter daherkommen, die gute Würzung mit Schwarzromantik und Melancholie entspricht dann auch in etwa dem, was man von seiner großartigen Band kennt. Und das kreiert in Kombination mit Høyems sonorer, unvergesslicher Stimme einen Sound zum Abgleiten in düstere Welten schaurig-schöner Tagträume. Vielleicht auch nur schöne. Denn wie kaum ein anderer Künstler schafft er es, den dunkleren Stimmungslagen des Lebens textlich und musikalisch ein Maximum an Ästhetik zu entlocken – ganz toller Anspieltipp also für all jene, die sich beispielsweise an Lana del Rey und anderen Vertretern des gepflegten Weltschmerzes im Radio erfreuen. Das neue Album Lioness erschien soeben und wurde von mir natürlich sofort bestellt. Die erste Auskopplung Sleepwalking Man jedenfalls klingt schon wirklich… schön. Einfach nur schön. Schade, dass die deutschen Radiosender den norwegischen Star noch nicht entdeckt haben.

2015 – Alben des Jahres

Es folgt: Ein Beitrag für Freunde abstruser Musik. Vor allem von Musik mit Gitarren drin. Und guten Texten.

Die für mich – gefühlt – besten Platten dieses Jahres sind mehrere. Leider bin ich nicht in der Lage, diese in eine Reihenfolge zu bringen. Ich finde Reihenfolgen aber sowieso doof. Vor allem aber eine Platte hat sich für mich als das Knalleralbum des Jahres herausgestellt, ein Machwerk, das sich ganz bequem und mit großem Abstand über alles andere erhebt. Die Rede ist von Lamb of Gods Sturm und Drang, denn hier entwickelt die Band Stärken und Vielseitigkeiten, die ihnen kaum zuzutrauen waren. Und selbstredend knüppelt es auch ordentlich. Am besten finde ich die Tracks, die von beidem etwas haben – wie zum Beispiel diesen hier mit Deftones-Sänger Chino Moreno. Hier mischt sich die Frustration des lyrischen Ichs, das sich über vergangenen Kram auskotzt, mit ordentlichem Instrumentalgedresche und Chinos alptraumhaft wabernden Lines am Schluss. Große Kunst!

Auch ganz oben dabei sind Puscifer mit Money Shot, was an dieser Stelle aufgrund des Mitwirkens von Maynard James Keenan schon per Definition nicht weiter begründet werden muss. Wer sie nicht kennt: Puscifer klingen ein wenig wie Nine Inch Nails, denen man das Fell abgezogen hat und worunter dann Reste von Tool zum Vorschein kommen. Die Mainstream-Fans freuen sich über Melodien und die Profimusiker über technische Finessen, die wiederum die Mainstreamer nicht belästigen. Eine Kombination, mit der viele Menschen sehr glücklich werden können. Leider nervt bei den Puscifer-Videos auf Youtube stets die Gema, aber immerhin ein Song ließ sich auftreiben:

Ein weiterer Favorit dieses seltsamen Jahres sind für mich die Oldschool-Satanisten aus dem Hause Ghost mit ihrem mittlerweile dritten Album Meliora. Ganz skurrile, aber wunderschöne Musik mit Orgeln, Gitarren und famosem 70s-Sound, muss man sich einfach anhören. Live ist diese schwarze Messe mit tränenrührig schönen Liedern übrigens auch eine echte Empfehlung, das erste Mal konnte ich die feinen Herren 2011 als Vorband von Paradise Lost in London begutachten. (Knew it before it was cool, höhö.) Auch hier: Wohl gemabedingt kaum auf dem deutschen Youtube vertreten, aber man kann sich trotzdem mal einen Eindruck verschaffen:

Speaking of: Paradise Lost sind dieses Jahr auch mit einer neuen, ziemlich (be-)drückenden Platte zurückgekommen. Bedrückend? Ja, die müssen bedrücken. Eine der deprimierendsten Bands dieses Planeten, die dabei aber immer einen gewissen Charme entfachen. The Plague Within ist jedenfalls eines der schwärzesten, bösesten Werke der britischen Doomer, deren Œu­v­re mich seit dem zarten Alter von 14 Jahren durch mein Leben begleitet.

Nachdenklich geht es dann auch weiter, nur mit anderem Sound – auch aus der Elektropunk-Ecke kam neue Musik. Frittenbude liefern mit Küken des Orion eine Wucht an Textkunst, die sich paart mit tanzbarer Musikuntermalung. Kein Wunder, dass Einslive die Band dieses Jahr für sich entdeckt hat. Ich übrigens auch.

Last but not least: Meine Neu-Entdeckung des Jahres. Wir sind wieder zurück im Rockbereich – wenngleich nicht komplett heavy, geht es hier doch ganz gut zur Sache. Die Rede ist von Highly Suspect, die mit Mister Asylum eine formidable Rock ’n‘ Roll-Scheibe vorgelegt haben. Ehrlich, dreckig, direkt. Muss man reinhören. Und natürlich gehts auch bei denen textlich relativ viel um Vergangenheitsbewältigung. Was wohl auch mein ganz persönlicher roter Faden dieses bescheuerten Jahres sein dürfte. Was wäre der Mensch ohne Musik?

Quo vadis, liebes Blog? (stuff that happened)

Tja, ich weiß es nicht.

Die aus besten Bonner Zeiten gewohnte Schreibfrequenz kann ich ob der beruflichen Situation kaum halten, vor allem passiert in diesem Swisttal einfach auch nicht so viel, über das man wirklich berichten könnte.

Und naja, privat und insidermäßig über den Job zu schreiben – also in meinem Fall über Schule – ist mir aufgrund der Rechtslage zu Dienstgeheimnissen derzeit auch zu heikel. Und selbst, wenn es möglich wäre: Von der ursprünglich angedachten Idee, zusammen mit einem Kollegen eine Art virtuellen Gedankenmülleimer für die antizipierten schlechten Erfahrungen des „Refs“ anzulegen, habe ich aus purem Materialmangel Abstand genommen. Es gibt schlicht und einfach kaum Negatives, was wirklich berichtenswert wäre. Wahrscheinlich gehöre ich zu den wenigen Glücklichen, die mit der Zuteilung von Schule und FachleiterInnen eine sehr angenehme und konstruktive Arbeitsatmosphäre erwischten. Und auch noch halbwegs umgängliche SchülerInnen. Das geht ja bekanntermaßen nicht jedem so. Klar, es ist viel Arbeit, sehr viel Arbeit; und es wird auch immer mehr – auf der anderen Seite stand das aber auch bereits vorher fest und somit gibt’s an dieser Front auch kaum Überraschendes zu vermelden. Fakt ist: Man hat – trotz anfänglicher Skepsis – recht viel Spaß.

Bleiben natürlich noch meine anderen Themen: Der IT-Kram, die Bunkerführungen und die Band. Zum Thema IT halte ich mich derzeit etwas zurück, einfach keine Zeit. Bei der Bunkergeschichte gibt es bald ein paar Neuigkeiten, die setze ich hier noch rechtzeitig rein.

Und die Band… hat eine eigene Homepage mit mittlerweile auch ersten Konzertterminen, zu der ich hier noch einmal gerne verlinken möchte. Anfang August veröffentlichten wir unsere erste EP Angel of Decay und bislang haben wir dazu recht viel positives Feedback erhalten. Sogar aus Übersee, was ich einigermaßen überraschend finde. Ebenso überraschend übrigens wie die Tatsache, dass unsere kostenlose EP binnen 24 Stunden auf allen üblichen Warez-Seiten neben den ganz großen Namen auftauchte… Bots regieren das Internet, daran gibt es keinen Zweifel.