Deutschland braucht mehr LehrerInnen…

…also beschränken wir erst einmal die Zulassung für den Vorbereitungsdienst. Nur konsequent, denn was Rheinland-Pfalz und diverse andere Länder schon lange praktizieren, das möchte Bayern nun auch. Darüber regen sich manche KollegInnen mächtig auf, bringen wird es vermutlich nichts.

Ob mein mittlerweile heimisches NRW (der Autor dieses Blogs ist sozusagen ein Wirtschaftsflüchtling aus Rheinland-Pfalz… guess why) irgendwann auch auf die Idee kommt, bleibt allerdings zu bezweifeln. Denn hier fährt man dem Vernehmen nach noch recht gut damit, feste Lehrerstellen durch selbstständig unterrichtende Referendare zu ersetzen. Ergo braucht man recht viele von diesen und ergo gibt es auch keine Zulassungsbeschränkung. Die Lehrkraft in der Ausbildung nimmt sich also ihren eigenen Job weg. Trostpreis: Im Gegensatz zu anderen Bundesländern kann man nach dem Studium hier wenigstens noch die Ausbildung abschließen. Wohl auch ein Grund, warum NRW so viele Refs aus besagten anderen Bundesländern anzieht. Düster sind die beruflichen Perspektiven ja überall, nur hier kann man wenigstens sein zweites Staatsexamen abschließen. (Sieht im Lebenslauf besser aus, wenn ich mich nachher umorientieren und woanders bewerben muss.)

Machen wir uns nichts vor: Auch wenn der Bedarf an Lehrerstellen vor allem aufgrund der Flüchtlingsproblematik steigen wird – das bedeutet noch lange nicht, dass diese auch tatsächlich geschaffen werden. Stattdessen spricht vieles dafür, dass die Gesamtsituation von der Politik wieder einmal verschlafen und eine gigantische Chance für dieses Land vergeben wird. Zulassungsbeschränkungen sind jedenfalls falsch, und die gegenwärtige Praxis ist es ebenso.

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