Ein politischer Kontext ist „möglich“ – oder: Nazis überfallen zwei Kneipen [update 07.10.]

Oder, um es noch einmal anders auszudrücken – ist damit ein „politischer Kontext“ quasi denkbar? Ist dieser Griff in die Euphemismus-Trickkiste dein Ernst, lieber General-Anzeiger?

Möglich...

 
Wohl kaum noch erwähnenswert dagegen scheint, dass die meisten LeserInnen seit längerem wesentlich mehr wissen, sowohl von der üblichen Mund-zu-Mund-Propaganda, als auch aus dieser Quelle. Demzufolge ist ein politischer Kontext nicht nur möglich oder denkbar, sondern definitiv gegeben – und zwar von rechtsaußen.

Warum vermeidet nun der General-Anzeiger auf fast pedantische Art, das Kind beim Namen zu nennen? Wäre sonst eine Image-Schädigung von rechtsextremen Bonner Hooligans „möglich“? Ich finde einen solchen Bericht nicht nur skurril, sondern wirklich ärgerlich und dumm. Journalistischer Anspruch hat für mich auch damit zu tun, ein Problem anzusprechen. Das traut man sich hier nicht – aus welchen Gründen auch immer.

#Update 07.10.2014:

Mehr Hintergrundinformationen zu dem Vorfall finden sich auch bei rheinfussball.de.

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