Filmstart des Jahres.

Gerade angelaufen: Kung Fury. Kompromisslos gut. Der Streifen läutet nun endlich und endgültig die geistig-moralische Wende in der Filmkunst des 21. Jahrhunderts ein. Während die Kinos allenthalben nur Müll zeigen (die exzellente Ex MachinaErzählung einmal ausgenommen), startet das crowdgefundete (oder gecrowdfundete?) Machwerk von allerhöchster Güte, vielleicht auch gleich von Gottes Gnaden mal eben auf Youtube durch. Völlig kostenlos. Qualität hat dabei jedoch ihren Preis – die Sache kostete immerhin 630.000 Dollar, aber die Kohle war halt da. Und dafür hat man in die höchst kurzweiligen 31 Minuten Film so ziemlich alles reingehauen, was das Budget hergab. Maximaler Einsatz für die crowdfundenden Fans, die voll hinter der Sache stehen. Herausgekommen ist ein knallharter, hyperintelligenter 80s-Action-Revival-Streifen mit Dinosauriern, Kung-Fu-Getrete, Maschinengewehren, einem Lamborghini, reichlich Explosionen, Splatter, Stirnbändern und WikingerInnen. Fans von David Hasselhoff werden sich sowieso freuen und alle anderen eigentlich auch. Es ist schlicht großartig. Während ich noch darüber nachdenke, ob man in 20 oder 30 Jahren nicht schon krautfanden schreiben und ob es das Wort dann überhaupt noch geben wird, weil die GEMA die Rechte daran hat, sollte der Film einfach geguckt werden. Es handelt sich um 30 Minuten wohl investierte Lebenszeit.

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