Reisetagebuch UK 2016: Erster Tag

Fangen wir also an – es geht endlich los, der große Tag ist gekommen. Das da unten ist meine Reiseroute. Teilweise auch die von Christiane – wir sind gemeinsam unterwegs, ziemlich genau bis Glasgow, wo sich die Wege dann trennen werden. Christiane zieht es nach Norden, mich dagegen nach Süden, zu meinem Kumpel Mario, mit dem ich schon zu Abiturzeiten eine Punkband hatte und der auch mal eine zeitlang mein Mitbewohner war. Mario arbeitet schon eine ganze Weile als Computerspiel-Designer in Manchester, jetzt muss man sich endlich mal wiedersehen.

Zurück zur Tour: Erster Tag, nur unterwegs. ICE. In Amsterdam schön Kaffee trinken. Heute werden wir insgesamt nicht weiterkommen als irgendwo auf dem Meer zwischen Station 2 (Amsterdam) und 3 (Newcastle) auf der Karte. Denn man fährt heutzutage wieder Schiff. Und das dauert. Entschleunigt. Und man kann nachts auf dem Meer die Sterne ziemlich gut sehen. Hört man so.

Wifi gibts derweil keines. Internet und Telefon natürlich auch nicht, bzw. nur zu unfassbaren Preisen (10 Euro für ’ne Stunde in der „Wifi-Lounge“ des Schiffs). Damit ist dies also auch ganz offiziell der erste und letzte Beitrag, bevor wir in gut 20 Minuten ablegen.

Rübergeschippert werden wir von der DFDS Seaways. Ich bin gespannt, was das für eine Erfahrung wird. Die Guinness-Preise sind jedenfalls schon mal auf  einem erfreulichen Festlandniveau.

Luftlinie etwas über 2000 Kilometer Strecke
Luftlinie etwas über 2000 Kilometer Strecke

Elf Fragen

Zum ersten Mal in meiner seit 2005 währenden Bloggerkarriere (okay, mit Unterbrechungen) wurde mir das Stöckchen mit den elf Fragen an den Kopf geworfen. Von Johannes, dem dafür nur zu danken ist, denn irgendwie schmeichelt einem das ja. Kurzum: Hierbei handelt es sich um so eine Art verbloggte Form der guten, alten Email-Fragebögen, die ich noch von viel früher kenne, Anfang der 2000er, vielleicht waren es sogar die 90er.

Los gehts:

  • Was­ser mit oder ohne Koh­len­säure? Mit. Bekennender Sodastreamer.
  • Das, der oder die Nu­tella? Was sagen die Rechteinhaber dazu?
  • Ap­ple oder PC oder was ganz an­de­res? Kein Apple, sonst Erfahrungen mit allem. Zum Arbeiten präferierterweise ein stationärer PC, großer Bildschirm ftw.
  • Wie viele Smart­pho­nes ste­hen dir ak­tu­ell zur Ver­fü­gung? Ich habe nur eine Sim-Karte.
  • Hast du Angst vor Eis­bä­ren? Noch keinen kennengelernt. Möglich wärs.
  • Rot­kohl oder Blau­kraut? Ganz klar Rotkohl. Das andere kenne ich nicht, ich komme vom Dorf. Muss wohl ähnlich schmecken, sagt man.
  • Wann hast du das letzte Mal auf Eng­lisch ei­nen Small­talk ge­führt? Wenn per Messenger quatschen zählt: Heute. Wenn Face-to-face, dann kurz vor Weihnachten.
  • Wie hoch ist die Pi­xel­dichte dei­nes Com­pu­ter­mo­ni­tors? 96 ppi beim ganz großen und 135 ppi beim kleinsten Gerät.
  • Haft­be­fehl oder Po­li­zis­ten­sohn? Haftbefehls „Chabos wissen…“ habe ich mal im Unterricht zum Thema Sprachwandel thematisiert. Spiel und Spaß für die ganze Klasse.
  • Dein Ac­count­name bei Snap­chat? Sobald ich den Sinn dieser App verstanden habe und nicht ständig aus Versehen Fotos von mir selber mache, gebe ich diesen hier bekannt.
  • Weißt du, warum der Kar­ne­val am 11.11. um 11:11 Uhr star­tet? Keine Ahnung. Schnapszahl? Schnaps trinken?

Zur Natur dieses Stöckchen-Schmeißens gehört natürlich auch, dass man sich neue elf Fragen ausdenkt und jene dann weiteren wehrlosen Bloggern – Sven, Maxim, Carsten und Stefan – an den Kopf wirft:

  • Bier oder Wein?
  • Magst du den Winter?
  • Welches Buch liest du gerade?
  • Welche Serie kannst du derzeit empfehlen?
  • Döner oder Falafel?
  • Deine nächste technische Anschaffung?
  • Wie stehst du zu Clowns im Allgemeinen?
  • Lernt man in der Schule für das Leben oder für die Schule?
  • Suggestivfragen sind blöde, oder?
  • Tesla oder Porsche oder was ganz anderes?
  • Worauf willst du am Ende der Woche stolz sein?