Listen abhaken

Neulich bei Facebook… Listen ankreuzen macht nicht nur dort Spaß.

Schule ✔️
Bei einer Geburt dabei gewesen
Jemanden beim Sterben begleitet
Mit einem Rettungswagen gefahren ✔ (wenn auch „Krankenwagen“ zählt…)
In Amerika gewesen
In anderen Ländern gewesen
Disneyland besucht
Legoland besucht
In einem Helikopter geflogen (aber dafür Segelflugzeug… selbst. Äätsch.)
Eine Kreuzfahrt gemacht (70000 tons of metal ist aber mal angedacht)
Im Regen getanzt ✔ (Festivals…)
In einer Band gespielt ✔️ ✔️ ✔️ (je nach Zählweise 3 oder 4)
Karaoke gesungen (das möchte niemand hören)
Telefonstreiche gemacht (das möchte grundsätzlich niemand)
Mehr gelacht als geweint ✔ (sofern debil grinsen auch zählt)
Eine Schneeflocke mit dem Mund gefangen
Kind(er) haben (um Himmels Willen)
Haustier(e) haben  (✔️) (hatte welche)
Mit Schlitten einen Hügel runtergefahren
Abfahrtslauf gemacht ✔️
Wasserski gefahren (kein Interesse)
Motorrad gefahren/mitgefahren (kein Interesse²)
Einen Fallschirmsprung gemacht (oh, relativ weit oben auf meiner Priority-Liste)
Im Autokino gewesen
Auf einem Kamel geritten
Auf einem Esel geritten (wozu?!?)
Auf einem Pferd geritten
Im Fernsehen gewesen ✔️ 
In der Zeitung gestanden
Im Krankenhaus gewesen
Blut gespendet
Ein Piercing haben
Ein Tattoo haben
Über 180 km/h gefahren ✔️
Alleine gewohnt
In einem Polizeiauto mitgefahren
Ein Ticket für zu schnelles Fahren bekommen ✔️ (soziale Ader, Kommunen finanzieren und so)
Einen Knochenbruch gehabt
Eine Wunde wurde genäht ✔️
Alleine verreist ✔️

Notizen: Laufen gehen

Eine Hassliebe. Ich hasse Sport. Wirklich. Es gibt kaum etwas, dass mir aus logischer Sicht unnötiger erscheint: Wieso sollte man sich abquälen und seinen an sich gesunden Körper mittels „Laufen gehen“ verschleißen, wenn man ihn nicht viel besser auf der Couch schonen und die Jahre mit Bier und Chips überdauern lassen kann?

Und doch, verdammt, ja, bin ich 30 und so langsam „in einem Alter“ (wie ich diesen Satz hasse*), in dem man so langsam anfangen sollte, auf sich aufzupassen. Nicht nur in puncto Finanzen (haha) oder Beziehung (haha²), sondern eben auch körperlich. Und da gerade die letzten Wochen arg an meiner Substanz zehrten und mein Konditionsproblem bei den letzten Bühnenauftritten auf überdeutliche Weise offenbar wurde, laufe ich jetzt. Wieder. Schon wieder.

Denn da war schon mal was. Bereits vor etwas über einem Jahr konstatierte ich mir selbst ein ähnliches Problem und ging dann konsequenterweise zum ersten Mal joggen. Allerdings zum ersten und dann auch einzigen Mal, denn einen Tag später gönnte sich der widerspenstige, matte Körper erst einmal einen veritablen grippalen Infekt – quasi nach Lehrbuch. Mitten in der Examensphase war ich ein paar Tage ausgeknockt, wertvolle Lernzeit ging verloren und mein gesunder (naja) Geist war ob des kranken Körpers reichlich genervt. Und vom Laufen hatte selbiger vorerst auch genug.

Jetzt, über ein Jahr später: Selbe Situation, besser funktionierendes Gehirn. Nicht übertreiben ist die Devise. Denn wer am Anfang, völlig untrainiert, zu viel Gas gibt (und die Gefahr, dies zu tun, ist schon sehr groß), sorgt dafür, dass der eigene Körper ein bisschen zu viel auf die Reserven geht. Und dadurch das Immunsystem schwächt. Da man also nicht krank werden will, wird jetzt nur entspannt ums Dorf gelaufen. Für den Anfang reichen mir 1,3km, jeden zweiten Morgen vor der Schule. Meine Kondition ist so mies, dass ich die erst einmal durchlaufen können will, ohne mich dabei wild keuchend zu verausgaben. Das ist das Ziel. 30 Jahre alt und ein völliger Lauch in Anti-Bestform.

Aber deswegen scheint mir Laufen opportun. Keiner nervt mich, kein Wettbewerb (ich hasse Wettbewerbe), und morgens ist der Pfad ums Dorf wirklich menschenleer. Kleine Brötchen backen. Zwei, drei Wochen lang. Dann eine Schippe drauf. Und dann noch eine. So oder so, ich hasse Sport. Ich verachte Bewegung. Aber was muss, das muss.

*ein schönes Lied, welches diesen weniger schönen Satz auf herrliche Art neu interpertiert – wir sind ja jetzt alle furchtbar gesund und das Kochen lerne ich dann auch noch, oder so:

Notizen: 2015 – Mein Jahr in Songtiteln.

Januar: Keine Lust (Rammstein)

Februar: Determined (Mudvayne)

März: Distrust (Katatonia)

April: Love Will Tear Us Apart (Joy Division)

Mai: Walk With Me In Hell (Lamb Of God)

Juni: Tapetenwechsel (NMZS & Danger Dan)

Juli: Freidrehen (Clueso)

August: Ode To The Sun (Dredg)

September: Alive And Well (Rise Against)

Oktober: Zurück in Schwarz (Broilers)

November: Von allem zu viel (Frittenbude)

Dezember: Summer (Beatsteaks)

Rant: Die ultimative Sixt-Erfahrung…

…begann damit, dass mein Bruder einen Transporter beim besagten Autovermieter reservierte. Für seinen Umzug. Und wie das bei Umzügen so üblich ist, verlässt man sich ja dann auf ein paar Dinge. Da hat man natürlich einen ganzen Batzen Organisation an der Backe: Leute zum Helfen, die koordiniert werden müssen, Schlüsselübergabe, Nachmieter etc. Man kennt das. Unter anderem verlässt man sich aber in erster Linie darauf, dass der Mietwagenanbieter das gebuchte Fahrzeug tatsächlich am Start hat. Ohne Transporter kein Umzug. (Man kann ahnen, worauf das hier hinausläuft, ja.) Übrigens – laut Buchungsbestätigung – ist eine Reservierung im Hause Sixt verbindlich, denn man selbst wird zu teils harschen Strafzahlungen verdonnert, wenn man nicht püntklich zum Abholtermin erscheint.

So weit, so gut.

Am Vorabend des geplanten Umzuges dann sprach ein Sixt-Vertreter meinem Bruder auf die Mailbox, dass der gebuchte Wagen einen Unfall gehabt hätte und man sich um Ersatz bemühe. Man wollte uns „auf jeden Fall mobil halten“, wie es hieß. Auf Rückruf (10 Minuten später) war bei der zuständigen Filiale in Bonn-Bad Godesberg niemand mehr erreichbar, bei der Sixt-Kundenhotline gab man sich verwundert und wusste von nichts. Zu dem gebuchten Fahrzeug läge keine Information vor.

Am Umzugstag selber rief die Sixt-Filiale dann um halb 8 an und eröffnete uns, dass sich die Abholung verzögern würde, wahrscheinlich bis ca. 10 Uhr. Sie würden sich bei uns noch einmal melden. Das bedeutete: Wir mussten erst einmal alles umorganisieren und nach hinten verschieben. Darauf, dass der geplante Umzug für diesen Tag mit einem Sixt-Transporter aber gar nicht mehr zustande käme, wären wir zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht gekommen. Es sah ja durchaus danach aus, als ob man sich bei Sixt Mühe gäbe.

Leider entpuppte sich das als schöner Schein. Nachdem nämlich bis 9 Uhr niemand anrief und wir ja auch so langsam Richtung Bonn hätten losfahren müssen, versuchten wir selbst eine dreiviertel Stunde lang, bei der Niederlassung in Bonn irgendjemanden an die Strippe zu bekommen. Leider vergebens, das Telefon klingelte durch. Also setzten wir letztendlich alles auf eine Karte, fuhren zu Sixt in der Wurzerstraße und erkundigten uns vor Ort nach dem Zustand unserer Buchung, die eigentlich ja schon vor zwei Stunden fällig gewesen wäre und zu der uns niemand mehr angerufen hat. Dort war dann nicht nur massig Personal vor Ort (ich zählte über 4 Leute), das ans Telefon hätte gehen können, sondern auch ein dezent überforderter Mitarbeiter, der mir fast schon wieder leid tat. Jener gab dann zu Protokoll, dass man „wirklich alles“ versucht hätte, für uns noch ein Fahrzeug zu organisieren. Auf die Idee, mal bei der Konkurrenz anzurufen, kam er aber erst, nachdem ich dann selber dezent und unauffällig explodierte. Natürlich gab es spontan auch bei der Konkurrenz keinen Umzugswagen mehr – für den wir zudem, so es ihn denn gegeben hätte, auch noch einen Aufpreis hätten zahlen sollen.

Das Ende vom Lied: Kein Umzugswagen am Umzugstag, weil man sich auf Sixt verlassen hat. Bei dieser Firma würde ich selber nun niemals ein Fahrzeug buchen und auch jedem davon abraten. Anscheinend bestehen im Schadensfall keinerlei Reserven, sodass man wie in unserem Fall schlicht nicht auf die Buchung bauen kann. Davon abgesehen finde ich es schon bemerkenswert, dass es ein derart großer, globaler Logistikdienstleister wie Sixt nicht auf die Reihe bekommt, innerhalb von 15 Stunden ein Ersatzfahrzeug zu organisieren.

Der Ärger bleibt schön beim Kunden.

Jedenfalls beim Privatkunden.