The Man in the High Castle (#tmithc)

Habe ich jetzt angefangen zu gucken, nachdem man sich während des Kantinenessens auf dem Histocamp eher skeptisch dazu äußerte („wir hörten, dass das mit dem Buch nichts mehr zu tun hat…“). Skeptische Äußerungen machen mich ja immer irgendwie neugierig und da das gleichnamige Buch von Philip K. Dick sowieso eines meiner Lieblingsstücke schlechthin ist,  besteht auch keine Gefahr, dass mir eine Serie das versauen könnte. Also sah ich mir gestern Abend die erste Folge an und bin bislang jedenfalls beruhigt: Ein paar Figuren wirken zwar etwas abgewandelt und inhaltlich scheint es nicht zu 100 Prozent mit dem Buch kongruent zu sein, aber das muss es ja auch gar nicht. Überhaupt finde ich immer interessant, wie sehr Drehbuchschreiber und Filmregisseure selbst zu Akteuren werden, die bestimmen, wie stark ein Werk während oder durch einen Adaptationsprozess verändert wird. Das Wichtigste aus dem Roman greift die Serie jedenfalls definitiv auf: Das mysteriöse Buch im Buch, The Grasshopper Lies Heavy, spielt auch in der Serie eine Schlüsselrolle – nicht ganz zufällig adaptiert als Film im Film. Metafiction at its best, ich bin gespannt, wie dieses Motiv in den kommenden Folgen weiterentwickelt wird.

Ein erstes Fazit sollte jedenfalls lauten: Kann man sich auf jeden Fall anschauen.