The Aftermath

Seit dem Beginn meiner Nutzung von Kryptomessengern wie TextSecure und Threema hat sich für mich kaum etwas geändert – nach wie vor schreibe ich häufig SMS, ebenso häufig benutze ich immer noch Whatsapp. Weil man darauf immer noch am liebsten von anderen kontaktiert wird. (Letzteres werde ich demnächst von meinem Telefon entfernen, aber das wird wohl auch nicht viel ändern.)

Die von mir favorisierten Messenger selbst fristen dagegen entweder ein Nischendasein (Threema benutzen nur ein paar Leute aus meiner Kontaktliste) oder haben sich, wie im Fall von TextSecure, unauffällig und ohne Nutzung der Kryptofunktionen in die Nutzeroberfläche von Android integriert. Das ist das eigentlich Geniale an TextSecure: Man benutzt es die ganze Zeit, da es die gewöhnlich vorinstallierte SMS-App ersetzt. Lediglich der im leeren Textfeld erscheinende Hinweis darauf, dass man „unsichere SMS“ verschickt, verrät einem, dass man seinen Text eigentlich in einen Kryptomessenger tippt. Das macht die App idiotensicher und äußerst unauffällig, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wenn nun noch ein paar Leute auf die Idee kämen, TextSecure oder Threema ebenfalls zu installieren, dann wäre zum ersten Mal eine durchgehend sichere Messengerkommunikation möglich. Tja, wenn…

Stattdessen höre ich auch in meinem Umfeld häufig das Argument „ich habe ja nichts zu verbergen / die NSA überwacht sowieso alles und jeden, jetzt ist es eh zu spät“, während man sich die nächste Spiele-App und das nächste Whatsapp- und Facebook-Update zieht.

Schade eigentlich.