Man entwickelt sich weiter (oder so)

Weniger ist manchmal mehr, und genau aus diesem Grund verabschiede ich mich von der Leitline, dieses Blog mit wöchentlichen Beiträgen zu befeuern. Es funktionierte eh nur mehr schlecht als recht und oftmals gefallen mir die Resultate bis heute nicht.

Stattdessen sollst du, liebes Blog, mehr Platz bekommen für ausführlichere, längere Texte, die aber dafür gerne mal wie ein abstoßender französischer Stinkekäse ein halbes Jahr (okay, Extremfall) auf dem Server reifen. Mehr schönes Schreiben, oder vielleicht – zur Abwechslung – überhaupt mal schönes Schreiben, indes weniger regelmäßig. So sollte es in Zukunft aussehen. Stelle ich mir vor.

Fokus auf das, was wichtig ist.

Wichtig sind derzeit: Geliebte Menschen, der Job, die Musik. In dieser Reihenfolge. Und da das Priorisieren im letzten Jahr bereits (leider) dazu führte, dass die absolut faszinierenden, aber mitunter auszehrenden Bunker-Stories einstweilen am Nagel hängen müssen, gibt es nun eben ein weiteres, äh, Opfer. Wobei dieses Blog genaugenommen gar kein Opfer ist, sonder eher meine IronBlogger-Mitgliedschaft, die – erwartbarerweise – verloren gehen wird.

Man stellt sich diesem dunklen Gefühl, irgendetwas verpassen zu können. Verpassen ist manchmal besser als durch alles nur oberflächlich hindurch rushen zu wollen. Mehr Zeit für das, was zählt.

“No matter how careful you are, there’s going to be the sense you missed something, the collapsed feeling under your skin that you didn’t experience it all. There’s that fallen heart feeling that you rushed right through the moments where you should’ve been paying attention.”
- Chuck Palahniuk

Vielleicht einfach erwachsen werden. Was weiß ich denn schon.